14. August 2020

Land Hessen übernimmt Vorreiterrolle und fördert Sozialunternehmertum

Mit dem Sozialinnovator Hessen startet das Land Hessen zusammen mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. die erste landesweite Förderung von sozialen Gründerinnen. Mit dabei sind Projektpartner aus Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg und Kassel.

Das Potential von sozial & ökologisch nachhaltigen Gründungen hat auch die Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) erkannt. Durch ihre Initiative hat das Land Hessen als erstes Bundesland ein auf Sozialunternehmerinnen zugeschnittenes Förderprogramm entwickelt.

“Mit diesem Förderprogramm haben wir die Möglichkeit, soziale Innovationen bei uns in Hessen zu identifizieren und zu fördern”, so
Kaya Kinkel.

Mit an der Erstellung beteiligt, ist das Social Entrepreneurship Netzwerk
Deutschland e.V. (SEND). SEND wurde 2017 mit der Zielsetzung gegründet, Social Entrepreneurs bessere Rahmenbedingungen in Deutschland zu verschaffen.

“Social Entrepreneurs suchen unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Probleme – und haben dadurch spezifische Bedarfe während Ihrer Gründung. Durch die Förderung können wir hier gezielt unterstützen”, ergänzt Birgit Heilig, Vorständin bei SEND.


Bereits jetzt, nach dem ersten Monat Laufzeit, nutzen knapp 40 Gründerinnen das Angebot des Sozialinnovator Hessen. Das Land Hessen hat signalisiert, das zunächst bis Jahresende befristete Programm, für das Jahr 2021 erweitern zu wollen.

Was ist das Besondere an diesen Gründerinnen?

Klimaschutz, demografischer Wandel, Digitalisierung – die Welt steht vor großen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Sozialunternehmen seit einiger Zeit deutlich an Relevanz. Statt Gewinnsteigerung um jeden Preis, stehen für Social Entrepreneurs die Lösung drängender sozialer und ökologischer Probleme im Fokus.
Gerade das Coronavirus sowie der Klimawandel haben den Trend hin zu Gründungen in diesem Bereich noch einmal beschleunigt, entgegen dem allgemeinen Trend einer rückläufigen Gründungsquote.


Der Sozialinnovator Hessen unterstützt Personen, die ein Sozialunternehmen in Hessen gründen möchten oder dies vor kurzem getan haben. Geografisch wird das Land unter verschiedenen Projektpartnern aufgeteilt, die dann mit Regionalscouts lokale
Sozialunternehmerinnen identifizieren und in das Projekt überführen.

Die Projektpartner sind:

• HIGHEST der TU Darmstadt für den Raum Darmstadt

• Das Social Impact Lab Frankfurt für den Raum Frankfurt

• Der heimathafen für den Raum Wiesbaden

• Das Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG) für den Raum Gießen

• MAFEX der Universität Marburg für den Raum Marburg

• UNIKAT der Universität Kassel für den Raum Kassel.

Darüber hinaus unterstützt die Social Entrepreneurship Akademie (SEA) bei der Erstellung einer Videoreihe, um Gründungsberaterinnen fit zu machen für die Bedürfnisse von Social Entrepreneurs. Die Videos werden Ende diesen Jahres online zur Verfügung stehen.


Weiterführende Informationen:

Sozialinnovator Hessen – Hier erhalten sozial und ökologisch nachhaltig Gründende mehr Informationen zum Programm.


Social Startup Magazin – Auf der mittelhessischen Plattform gibt es Informationen über viele soziale Gründer*innen und Startups. Auch Projekte aus dem Sozialinnovator Hessen werden dort künftig zu finden sein.


Über den Sozialinnovator Hessen
Das Förderprogramm Sozialinnovator Hessen unterstützt Personen, die ein
Sozialunternehmen in Hessen gründen möchten. Alter, Idee oder Gründungsphase sind dabei nicht ausschlaggebend, da sich das Programm individuell auf die Bedürfnisse der Gründenden einstellt.


Über SEND
Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschlands (kurz SEND) ist angetreten, um Sozialunternehmen zu vernetzen, zu stärken und eine gemeinsame Stimme zu geben. SEND baut wichtige Brücken zur Politik, Zivilgesellschaft und klassischen Wirtschaft, um positiven Wandel in unserer Gesellschaft voranzutreiben und die Rahmenbedingungen
für soziale Innovationen zu verbessern.


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