24. März 2020

Zeit gewinnen, um Menschenleben zu retten

Folgen der Corona-Krise auffangen – Das Leben nach der Krise zu schätzen wissen

In der Debatte über die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zur Corona-Krise sagt Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN:

„Wir müssen Zeit gewinnen, um Menschenleben zu retten. Zeit gewinnen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Zeit gewinnen, um unser Gesundheitssystem auf eine höhere Zahl an Corona Erkrankten vorzubereiten. Wir sehen in Italien, was passieren kann. Wir wollen dies in Deutschland und in Hessen verhindern. Das ist der Grund für die sehr einschneiden Maßnahmen zur Beschränkung des öffentlichen Lebens.

Mit dem Nachtragshaushalt bringen wir ein Paket auf den Weg, um diejenigen zu unterstützen, die von der Corona Krise hart getroffen sind. Zwei Milliarden zusätzlich Ausgaben und Bürgschaften von 5 Milliarden Euro stehen hierfür zur Verfügung. Ich bin dankbar, dass wir diese Maßnahmen in einem breiten Konsens von Regierungs- und Oppositionsfraktionen gemeinsam auf den Weg bringen können.

Vieles kann, muss und wird der Staat und die Politik tun. Die Auswirkungen der Krise auf eine hochkomplexe Gesellschaft wie die unsere werden sich in all ihren Verästelungen aber nicht allein zentral von Berlin, Wiesbaden oder von irgendeiner anderen Hauptstadt aus steuern lassen. Es braucht das Mitwirken von allen. Unsere freie und offene Gesellschaft lebt auch vom Mitdenken und der individuellen Verantwortung aller. 

Die Corona-Krise zeigt uns schmerzlich, was wir vermissen, wenn es auf einmal nicht mehr da ist: Der Kontakt von Mensch zu Mensch; gemeinsame Aktivitäten in der Freizeit, im Verein oder beim Sport; die Vielfalt des kulturellen Lebens; das Picknick im Park; der Café-, Kneipen- oder Restaurantbesuch; die Freiheit zu reisen und vieles andere mehr. Merken wir uns das, was uns aktuell fehlt. Nehmen wir es auf in unser kollektives Gedächtnis. Und wissen wir es auch dann noch und gerade dann zu schätzen, wenn die Krise wieder vorbei ist. Freuen wir uns auf das Leben, dass wir dann wieder führen können.“

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