27. November 2019

Wie kommt das Plastik in den Schnee? Kaya Kinkel informiert bei Bezirkslandfrauen über Mikroplastik

Kaya Kinkel, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, referierte auf Einladung des Bezirkslandfrauenverbandes Rotenburg vor zahlreichen interessierten Zuhörerinnen über das Thema Plastik. Kinkel: „Heute werden pro Jahr 335 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, vor 60 Jahren waren es gerade einmal 1,71 Millionen Tonnen! Ein großes Problem ist nicht nur der enorme Rohstoffverbrauch, sondern auch die Tatsache, dass Plastik in der Natur nicht abbaubar ist, sondern nur in immer kleinere Teilchen, das sog. Mikroplastik zerfällt.“

Mikroplastik wird über die Nahrung, z.B. Fischaufgenommen und gelangt so in den Menschlichen Körper. Welche Schäden dies langfristig verursacht, ist noch nicht abschließend erforscht. Auch in Schneeflocken ist es nachweisbar, Flocken binden das Mikroplastik und fallen mit ihm zu Boden.

Die grüne Bundestagsfraktion hat schon im September 2018 Maßnahmen gegen die Plastikvermüllung vorgeschlagen. „Ähnlich wie der Kampf gegen den Klimawandel muss auch global eine Strategie gegen den Plastikmüll entwickelt werden. Auch auf EU- und auf Bundesebene ist schnelles Handeln notwendig. In Hessen hat die Grüne Umweltministerin Priska Hinz kürzlich die Plasikvermeidungsstrategie des Landes vorgestellt. Hier setzt sich das Umweltministerium für weniger Plastikverbrauch in Hessen ein und nimmt dafür die verschiedenen Branchen in den Blick. Um Kaffee To-Go Becher zu reduzieren soll der „BecherBonus“, ein Mehrwegbechersystem weiterverbreitet werden.

Die Zuhörerinnen waren sich ebenfalls einig, dass es so nicht weitergehen kann. Über praktische Beispiele zur Plastik- und Abfallvermeidung informierte im Anschluss Christina Wolf, die sich seit längerem mit der Frage der Plastikreduktion im Haushalt auseinandersetzt. Wolf führte selbst hergestellte Reinigungs- und Waschmittel sowie Kosmetikprodukte vor und gab weitere Ideen zur Abfallvermeidung im Alltag.

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